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  • Andreas Nauerz

Aktuelle Leistungs- und Prozessquoten in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Leistungsquoten beschreiben den Anteil der bewilligten BU-Rentenzahlungen im Verhältnis zu den beantragten. Damit können diese eine Kennzahl zur Einschätzung der Zahlungswilligkeit eines Versicherers darstellen.


Bei der Interpretation des Wertes ist jedoch alleine schon deswegen Vorsicht geboten, weil die Kennzahlen stets nur eine Momentaufnahme darstellen können. Insbesondere bei noch jungen Anbietern kann die Leistungsquote über die kommenden Jahre sowohl positiven als auch negativen Schwankungen unterliegen. Aus diesem Grund ist es ratsam bei der Beurteilung immer mehrere Kennzahlen (z.B. auch das Alter des Anbieters) zu betrachten.


Am Ende des Tages wichtiger als etwaig schwankende Leistungsquoten sind ohnehin die Versicherungsbedingungen, denn nur diese begründen letztlich die Leistungspflicht.


Eine Übersicht über die Leistungsquoten verschiedener Gesellschaften über die letzten Jahre hinweg sehen Sie hier:

In ähnlicher Weise beschreiben Prozessquoten die Anzahl der vom Versicherer verlorenen Prozesse im Verhältnis zu den vom Versicherer abgelehnten Leistungsfällen. Auch hier kann es sich aber natürlich nur um Momentaufnahmen handeln und Änderungen, bspw. bezüglich der Bedingungswerke oder der allgemeinen Geschäftspolitik, zu abweichenden Quoten führen. Zudem ist anzumerken, dass nur ein geringer Bruchteil von ca. 10% der BU-Leistungsprozesse vom Versicherer verloren werden. Mit über 60 % deutlich höher ist die Anzahl der Prozesse, die mit einem Vergleich enden.


Und so gilt abermals: Am Ende des Tages wichtiger als etwaig schwankende Prozessquoten sind die Versicherungsbedingungen, denn nur diese begründen letztlich die Leistungspflicht.


Eine Übersicht über die Prozessquoten verschiedener Gesellschaften über die letzten Jahre hinweg sehen Sie hier:


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